Aktuell

21. Mai 2017 um 17.00 Uhr

in der Katholischen Kirche St. Niklaus bei Solothurn

Leitung: Mathias Rickenbacher

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„Tristis est anima mea“ - Abendmusik

Das Collegium Vocale Solothurn präsentiert sich ein erstes Mal mit einer Abendmusik, in welchem das Cello im Zentrum steht. Der Kern des Konzertes bildet das
„Stabat Mater“ für Chor und Cello des skandinavischen Komponisten Knut Nystedt (1915 - 2014).

Das Stabat Mater ist gleichsam ein poetisch und oftmals zudem musikalisch gestalteter Blick auf die Passion Christi aus der Perspektive seiner Mutter Maria. Nystedts Vertonung ist stark durch Einflüsse von Palestrina und dem Gregorianischen Choral geprägt, daher wechseln sich hier Anklänge an alte Kirchenmusik und expressive Cellokantilenen ab - Die Komposition überlässt dem Chor quasi die Erinnerung an die Frohe Botschaft.

Im programmatischen Aufbau verknüpfen wir verschiedene Motetten, welche thematisch dem Passionsgedanken folgen, mit der bekannten G- Dur Cello Suite von J. S. Bach.

Wenn wir davon ausgehen, dass der barocke Künstler mit der vollendeten Gestalt seines Werkes (Sechs Cello-Suiten = Sechs Schöpfungstage) ein Symbol für göttliche Vollkommenheit schuf, so darf man die Cellosuiten BWV 1007 bis 1012 von Johann Sebastian Bach getrost als tönendes Credo bezeichnen. Niemals zuvor hatte ein Komponist für dieses Instrument Werke von solcher Perfektion, von vergleichbarer harmonischer Komplexität und Polyphonie geschrieben. Wer beim Zuhören die Augen schließt, wird kaum glauben, dass nur ein einziges Soloinstrument gespielt wird.“ (Zitat C. Krautscheid, aus: Programmheft Berliner Symphoniker)

Klanglich umrahmt wird das zentrale „Stabat Mater“ und die Cello –Suite u.a. durch „Hear my prayer“ (H. Purcell), „Tristis est anima mea“ (Rolf Bischof), „Die mit Tränen säen“ (H. Schütz). 


Programmheft

© Collegium Vocale Solothurn 2017